Hallo! ich bin Alessia

 
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Schön, dass du da bist!

Ich bin Alessia 26 Jahre und im April 2016 bin ich mit einem Rucksack in die weite Welt gezogen um viele interessante Länder, Kulturen und vor allem mich selbst zu entdecken. Den Plan „Weltenbummler“ zu werden und nur mit einem vollen Rucksack und etwas Mut auf Weltreise zu gehen, hatte ich schon 3 Jahre zuvor, seit ich das 1. Mal, gleich nach dem Abitur, in Namibia war. Was  3 Jahre lang im „Weg“ stand? Ein „typisch deutscher“ Gedanke: Ich musste zuerst einmal etwas vernünftiges tun!

Also machte ich 2,5 Jahre eine Ausbildung in einer Tierklinik und konnte dann nach einem sehr guten Abschluss im April 2016 meinen Rucksack packen und „beruhigter“ losziehen.

Wer bin ich?

Auf diese Frage habe ich sehr lange eine passende Antwort gesucht. Ob ich sie gefunden habe? Zumindest glaube ich ihr ein großes Stück näher zu sein! Zum momentanen Zeitpunkt würde sie sich wohl so anhören:

Ich bin wohl der Typ Mensch, der das Gen des „chronischen Fernwehs“ in sich trägt. Bin abenteuerlustig, naturverbunden und liebe es, wenn etwas spannendes, ganz unerwartet passiert. Ohne Herausforderungen wäre mir wohl schnell langweilig. Dazu passt auch, dass ich mich im südlichen Afrika zu Hause fühle, denn dort warten jeden Tag Natur, Abenteuer und wilde Tiere auf mich. Mein Herz schlägt definitiv in Afrika.

Außerdem habe ich immer ein offenes Ohr für meine Freunde, weshalb die mich als: liebenswerten, super zuverlässigen und offenherzigen Menschen beschreiben.

Ich habe gelernt wo meine Grenzen liegen, teste diese aber durch meinen Enormen Ehrgeiz, oft neu aus. Ich habe auf der Weltreise meine „Sonnenscheinausstrahlung“ wiedergefunden und bringe gerne gute Laune in dunkle Tage. Doch auch meine positive Art schafft es nicht immer alle dunklen Wolken des Alltags zu vertreiben.

Deshalb bin ich dabei mein Leben ein wenig umzustrukturieren und wieder positiver, lebensfroher und glücklicher zu werden.

Denn ich lebe nur einmal! Es ist mein Leben und nur ich kann es so gestalten, dass ich am Ende sagen kann: ICH HABE ES GELEBT!




 
 

Wie ich anfing mich selbst zu entdecken

 
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Weltreise

Weltreise, jeder träumt davon, viele sind sich aber unsicher, so auch ich. Die Idee für längere Zeit auf Reise zu gehen und vor allem auf dem afrikanischen Kontinent viel Zeit zu verbringen, kam direkt nach meiner 2. Rückkehr aus Namibia. Im Weg stand ein typsich deutscher Gedanke: Ich muss doch erstmal etwas richtiges tun. Also fing ich eine Ausbildung an, die mich zwar erfüllte, wobei ich aber immer mehr bemerkte, wie wenig Lust ich auf das deutsche Leben habe. Um die Motivation hoch zu halten, die Ausbildung durchzuziehen, fing ich an mir Länder auszusuchen. Zuerst waren es nur afrikanische. Doch der Gedanke, wenn ich schonmal unterwegs bin, könnte ich ja noch weiter reisen, kam sehr schnell und war auch plötzlich nicht mehr wegzudenken. Die Idee der WELTREISE war also geboren.

Ich fieberte auf meinen letzten Arbeitstag hin und konnte es kaum erwarten "frei" zu sein und endlich meinen Rucksack zu packen. Mein letzter Arbeitstag sah dann aber gefühlstechnisch ganz anders aus als erwartet. Ich konnte mir mein Leben ohne meine Kollegen und meinen gewohnten langen Tag plötzlich nicht mehr vorstellen.

Ich kenne mich als einen super sensiblen Menschen und dachte, ich schaffe den Schritt durch die Passkontrolle zu gehen, sicherlich nie. Doch ich glaube die Vorfreude war an diesem Tag einfach größer. Ein paar kleine Abschiedstränen und dann ging eigentlich alles sehr schnell. Ich landete in Ghana bei 40 °C und 80 %  Luftfeuchtigkeit. Schon im ersten Monat meiner Reise habe ich gelernt: Pläne sind dafür da sie über den Haufen zu werfen. Aus dem Bauch heraus beschloss ich, hingegen meines ursprünglichen Plans 4 Monate in Ghana zu bleiben, nach Südafrika zu fliegen und dort in einer Gastfamilie zu leben und ein Voltigierteam zu trainieren. Und ja was soll ich sagen: ES WAR DIE BESTE ENTSCHEIDUNG MEINES LEBENS!

Es passierte etwas, mit dem ich nie gerechnet hatte: Ich lernte eine Familie kennen, in der ich mich aufgehöben fühlte, erfuhr Liebe von Menschen die eigentlich Fremde sind und hatte das Gefühl, mein zu Hause gefunden zu haben.

Es folgten viele Abenteuer in unterschiedlichen Ländern. Ein Sleepout in Namibia mitten in der Wüste um Hyänen zu beobachten, 3 Tage Trekking in Myanmar mit kaputtem Fuß und Krankenhausaufenthalt am Ende der Welt, der Skorpionbiss im Krüger Nationalpark an Silvester... ich könnte euch so viele Geschichten erzählen, aber das würde hier eine "Never ending Story".

Der Weg führte mich immer zurück nach Südafrika, in die Familie, zu meinen Geschwistern und Freunden und jeder Abschied war schwieriger als der vorherige. Insgesamt 4 mal war ich während meiner Weltreise dort. Der Gedanke bald zurück in Deustchland zu sein, hat mich schon Wochen vor der Rückkehr innerlich zerrissen, ich konnte es mir nicht vorstellen wie es sein wird, zurück in diesem gradlienigen, sterielen Land zu leben. Der Abschied kam, es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen, gleichzeitig war ich aber unheimlich stolz und zufrieden was mit mir in den vergangenen 16 Monaten passiert ist. Auf dem Heimflug schrieb ich einen letzten Tagebucheintrag, den ich hier jetzt einfach mal für sich sprechen lasse:

 

"After 8 hours flight i´m now in Dubai. To leave South Africa behind, just feels wrong. A river of tears at the moment the plane left South African ground. My last fight... i can´t belive it´s over now. The trip, i was waiting for 3 years, is comming to an end today?!? In 2 hours is boarding for my very last flight and i will be in Germany. Will i land as i different person? Do my friends still like me as i am or did i change too much? Is Holland going to be fun and is Wildlife Management what i want to do? I don´t know the answer yet, but i know that i like me as i am. I like the person i have become on that journey: to be way more relaxed, openminded, confident and always positiv. I learned i don´t want to be like other people want to have me, i´m good how i am!

I have grown so much on this trip and i do not regret a second. I thank all these people who have been part of this chapter of my life and all these people who told me amazing life lessons. I learned that i now have to go and do what´s good for my future, but i´m not a tree, i´m not planted somewhere, i can always move and come home -South Africa- <3"

 

Eine Reise um die Welt, aber vor allem zu mir selbst ging zu Ende. Ich bin mit jeder Herausforderung gewachsen, zu einem Bauchmenschen geworden und heute sicherlich im positiven Sinne  von meinen Erfahrungen geprägt.


Pause in Deutschland

Schon am ersten Tag in der alten Heimat ist mir etwas sofort aufgefallen, was mich sehr in meinem Denken beeinflusst hat:

Hier hat sich in den letzten 16 Monaten einfach nichts verändert! Jeder lebt den gleichen Alltag! Tag ein, Tag aus.  Ich war erschrocken. Aber auch glücklich zugleich, dass ICH 16 Monate voller Abenteuergeschichten, Erlebnisse und Lifelessons im Gepäck mitgebracht hatte.

Schon vor der Weltreise hatte ich den Wunsch, Wildlife Management zu sturdieren. Ich packte meine 7 Sachen, zog in die Niederlande und hatte zum 1. Mal in meinem Leben eine Zeit in der ich mich einfach nur unwohl und falsch aufgehoben fühlte. Egal wo ich auf der Welt war,, konnte ich mich immer anpassen und mich in meiner Umgebung zurechtfinden. In der kleinen niederländischen Stadt und im Sprachkurs wollte mir dies einfach nicht gelingen. Ich führte wertvolle Telefonate mit meiner südafrikanischen Mutter und hörte auf mein Herz. Relativ schnell hatte ich den Entschluss gefasst zurück nach Deutschland zu gehen, zu arbeiten, sparen und dann auf unbestimmte Zeit ins Ausland zu gehen. Was folgte war eine lange Durststrecke gefüllt mit Einsamkeit, Unverständnis meiner Mitmenschen und Heimweh nach meinem Herzensland, dass ich Heimat nenne: Südafrika! Das typische "Schwarze Loch" von dem so oft gesprochen wird. Es war da! Sehr tief und schwarz.

2 Monate später habe ich von einem "Travel Festival" gelesen und wusste sofort: ich brauche ein Ticket, fahre dort hin und schau mal was dieses Wochenende mit mir macht. Ein herzlicher Empfang von Laura, der Veranstalterin, hat mir gleich das Herz aufgehen lassen. Es folgte ein Tag voller Reisevorträge, vieler toller Gespräche mit Gleichgesinnten und der Erkenntnis, ich bin nicht alleine mit meinen Gefühlen und Gedanken.

Während des Wochenendes lernte ich zwei ganz große Herzensmenschen kennen. Olli und Laura, zwei der 3 Gründer der Nomadweek und naja, was soll ich sagen, sie haben mich mit ihren Vorträgen in den Bann gezogen, mich berührt und gezeigt, dass es immer einen Weg gibt, dir selbst treu zu bleiben und dein Leben zu leben.

Zurück zu Hause mit ganz viel Inspiration, Motivation und auch Mut, beschloss ich übergangsweise eine 3/4 Stelle bei meinem alten Arbeitegeber anzunehmen, Geld zu verdienen, sparen und einen Plan zu entwickeln, der nicht nur jeden Tag ein Stück wächst sondern auch mich wieder wachsen lässt. Die Anmeldung zur Nomadweek habe ich ausgefüllt und beim abschicken, hatte ich ein Gefühl im Bauch, welches ich seit Monaten so nicht mehr hatte. Ein Wohlfühlmoment der mir gleichzeitig einige Schmetterlinge in den Bauch gezaubert hat.

Plötzlich fing ich an wieder aufzublühen, die gewohnte Gute Laune zu versprühen und freute mich auf April. Die Nomadweek war von diesem Zeitpunkt an das größte Ziel, auf dass ich hin arbeitete.


 

Nomadweek

Die Nomadweek stand vor der Tür und was war mit mir? Ich hing Hals über Kopf im Arbeitsleben und meinem charotischen, vollgepackten Alltag. Für die Nomadweek hatte ich gerade eigentlich gar keinen Platz im Kopf. Trotzdem bin ich nach Portugal geflogen. Total unvorbereitet und übermüdet von den letzten Wochen. Was dann passierte? Ich erlebte die wertvollste, intensivste und lehhreichste Woche, die ich mir nichteinmal in meinen Träumen so schön hätte ausmalen können.

In den einzelnen Workshops wurde uns ganz viel Werkzeug mit an die Hand gegeben, sei es zu den Themen: Erste Schritte, Arbeiten und Reisen, Zeitmanagement oder personal Branding. Wir haben viele Aufgaben bekommen die mir die Augen geöffnet haben und sehr viel Struktur in meinen Kopf brachten. Meine Lieblingsaufgaben waren wohl der "In 5 Jahren Zettel" und die "Angstliste" die der liebe Olli mit uns erarbeitet hat.

Der wohl emotionalste Teil der ganzen Woche war die Mastermind. In einer 5 er Gruppe haben wir mit 2 Coaches an unserer Seite unsere größten "Struggles" und "Probleme" herausgearbeitet, uns diesen gestellt und ehrliches und wertvolles Feedback erhalten. An diesem Abend bin ich auch schon um 21 Uhr total müde und einem Kopf voller Input und Gedanken ins Bett gegangen und habe versucht all dass, was in den letzten Tagen passiert ist zu sortieren.

Ja und dann waren da noch die ganzen vielen schönen Momente zwischendurch. Das "Freie Arbeiten" mit den Coaches, Slackline laufen, Yoga, gemeinsam chillen und tiefgehende Gespräche führen, ganz viele Umarmungen, die Zeit mit neuen Freunden, viel lachen, bis spät abends an unseren Projekten arbeiten und einfach das "Nomadweek-Famileienleben" genießen.

Eine Woche voller Herzenswärme, ganz vielen Learnings und unfassbar wertvollem Austausch. Danke Laura, Olli und Daniel, dass ihr Menschen wie uns zusammen bringt und gemeinsam mit uns an unseren Träumen arbeitet. Ich bin überglücklich Teil dieser Woche gewesen zu sein.

-Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende-

Wer an der Nomadweek interessiert ist kann, gerne mal auf der Seite stöbern. Dort findet ihr auch ein Video, dass euch einen super Einblick in die Woche gibt.

Danke auch an Maren und Johannes von "Lass mal los" und Laura Möllemann, die uns die ganze Woche mit der Kamera begleitet haben und uns alle Bilder zur Verfügung gestellt haben <3